Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
241
Einzelbild herunterladen
 

Erster Th eil.

24 r

Eoalisirt die Wett? Nutzlose Müh!

Sei) jeder erst mit seinem Stand' und Land'

Und Haus und Hof und Weid und Kind und AmtUnd Pflicht, ja mit sich selbst recht coalirt;

Er wird Tschin-Tschin vergessen. Lerne doch,

Was Euch der Haushahn in der Fibel sagt,

Ein jeder seine Lcction: so stehtEs wohl in Hause, Stadt und Land und Welt."Sieh, Freund, so spricht die deutsche Politik-Vom Fernsten immer und vom Weitesten;

Nur nicht von sich; und lohnt es wohl der Müh,Die Musen mit dem Wüste zu cntwcib'n?

-Verbannt aus Deutschland ist die Politik;

Verbannet sei? nur nicht die Menschlichkeit!

Berühmte Namen.

Ein Fragment.

Kampset UM Altar und Thronen,

Kampfe um euer Heiligthum;

Nur laßt Hütten ruhig wohnen;

Schonen ist des Kriegers Ruhm.

Haben Hirten viel verbrochen,

Hat die Heerde Schuld daran?

Grausam wird an ihr gerochen,

Was sic nicht gethan.

Auf dem Throne herrsch' ein König,

Der sich selbst regiere» kann;

Herders Werke Lit. u, Kunst. XV. D I.