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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

,,Wie alles dort so bald coalescire!"

Vor wenig Jahren waren Henncgau,

Und Flandern flämisch; Lothringen jwac

deutsch,

Und jetzt ist bis zur letzten StationAlles französisch, um - und umgewandt,

Bekleidet, Neugcschaffcn, coalirt.

Und dicht daneben hangt an Wulst und LeibUnd Sprach' und Sitten gleich das Brabant an,Das Deutschland! wie coalescirt ein Reich?(Fragt' ich mich selbst) und wie coalisirtEs sich Provinzen, die's incorporirt?

Ein schweres Staatsproblcm! Hier sehen SieDie große Landeccharte. Ostwärts dortDas ungeheure Kaiserthum Groß-Tschni,Lschong--Ku, Lschong-Hoa (leider nennen

wir's

-Mit falschem Namen China!) dieses ReichMit seinen tausend und vierhundert zwei -Und vierzig Strömen, vielen Brücken undZweitausend Bergen, hundert neun und vierzigMillionen und sechshundert zwei und sechszig tausend

Men'chcn,

Dort von der Mauer bis nach Canton zu,

Ja bis nach La o-Tsch ua, Cotsebin-Tschnia,Camboscha, Tunkin, ist wie Ein Gewächs,Mir seinem Boden trefflich coalirt.

Ein jeder Mandarin hat seinen PlatzUnd seine Feder. Kommt ein fremder Lord;

Mit Freudenfeuern führt man ihn hinein,

Und bald hinaus, daß er nicht coalire.

Dagegen Hindostan, das arme Land,

Ist elend coalirt. B r a m an en , .S c h a t tr i,