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Herders Gedichte.
Und wie? nun bebst du nicht, und kommst, da Ju-bel - Rauschen
Es allweg offenbart.
Sieh auf! Blick auf! dort geben andre SeelenIhr Leben reichlich in den Tod,
Und steh'n auf Feldcshöh', und blicken nicht aus
Höhlen
Jn's stille Morgenroth.
Die Fürsten sind,im Kampf. Da kommt und seg-net
Den Greis Reuchlin, den Gottesmann,
Der's aushielt, Luther, und geht fürder und be-gegnet,
(Wer der ihm ob feyn kann?)
Noch tiefrer Mitternacht. Und an ihm glanzetSein Streitgenoß, ein Zwillingsstern,Melanchthon, den Reuchlin ihm gab. Zwar
Kastor granzetAn Halbgott - P ollux fern
Und sterblich nur; doch Brüder, theilen beideSich Tag um Tag nun Ewigkeit;
Und alle Sterne sind in lauten Kampfes FreudeUnd siegen weit und breit;
Und Himmelsbache fließen, walzen prächtig,
Von Weisheit stark, die Leichen kort —
Tritt auf die Starken, Geist des Liedes! die so
mächtig
Da liegen, hie und dort!