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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
197
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Erster Theil.

iS?

Selige Schaar,

Die er besang ! - - besangDie Blicke, die kühn,

Unfühlbarschön, über Welt hin ziehn - -Den fliegenden Gang,

Der ist und war - - Erhört ihr nicht,

Ihr Götter! Ach! Eu'r Morgenlicht,

Aurora raubt den Edlen nicht,

Kein Graziefrcund. *) Mit Adlersklau'nKömmt die Unhold! rafft im Grau'nIhn hinweg dort

Wer? Was hör' ich? KlangDes Himmels! Süßen Jubel! Wer ist's?

Apoll,

Apollo! Schönster Jüngling! vollVon Thaten! o schön, im Gang **)

Des Himmelsjugendköniges! Er schwang

Auch Er durch Trübsal sich hinüber! drang

Zum Himmel, und wie allgenugsamselig!

Klang

Der Hymn' umtönt den Sieger! o Klang,

Höher, als ihn sein Freund dem AugenblickeDes dunklen, dürftigen Marmors stahlHicnieden, und schüchtern sang. ***)

O Seliger! Wohin hinaufFührst du den Erdesohn? den Lauf

*) Aurora hinwegnehmend, das griechische Bild desfrühen sanften Todes. Grazienfreund, der Bru-der des Schlafs, der griechische ordentliche Tod.

in Belvedere.

**') Winkelmanns Beschreibung.