Herders Gedichte.
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Bist Kind - und Weib - und MutterschallUnd Freundesstimme! bist ein AllDer süßen Tön' und Tugcndnamen,
Bist großer Mutter, Menschlichkeit,
Der erstgeborne Samen,
Bist Erdescligkeit,
Die Höchst'! O Selige! o ferne deinem SchooßWar Wüstenei) mein Jugendloos!
War' aber Gott und VaterlandDem Waisen ewig unerkanntGeblieben: solltest sic ihm dichten,
O Phantasie! vor Sonn' und Baum„Sey du mein Gott!" und dichtenIhm neuen Wunderraum
Zu Thatenstegcsbahn! denn freilich ist es LandKaum mehr — der Sund, der Jnselnsand,
Mein Deutschland! Ist von langer ZeitEntstammt, entmannet! weit und breitVerflossen. Jordan, Po und TiberSie schäumten voll von HeldenblutDer Deutschen! wogen überVon Pabst- und Türkenwuth
Und deutschen Seelen! Endlich würgeten sie sich,O Mutter Deutschland! sich und Dich,
Am Busen dir die Kinder! BrülltEin Ehaos so, wie's Deutschland fülltDas Zwistgewitter! Unzubcugen,
Du Wolkenschlacht, o wirst du, wenn?
Im Segen nicdcrstciqen,
In Fruchtbarkeit zergehn?