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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

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Bist Kind - und Weib - und MutterschallUnd Freundesstimme! bist ein AllDer süßen Tön' und Tugcndnamen,

Bist großer Mutter, Menschlichkeit,

Der erstgeborne Samen,

Bist Erdescligkeit,

Die Höchst'! O Selige! o ferne deinem SchooßWar Wüstenei) mein Jugendloos!

War' aber Gott und VaterlandDem Waisen ewig unerkanntGeblieben: solltest sic ihm dichten,

O Phantasie! vor Sonn' und Baum„Sey du mein Gott!" und dichtenIhm neuen Wunderraum

Zu Thatenstegcsbahn! denn freilich ist es LandKaum mehr — der Sund, der Jnselnsand,

Mein Deutschland! Ist von langer ZeitEntstammt, entmannet! weit und breitVerflossen. Jordan, Po und TiberSie schäumten voll von HeldenblutDer Deutschen! wogen überVon Pabst- und Türkenwuth

Und deutschen Seelen! Endlich würgeten sie sich,O Mutter Deutschland! sich und Dich,

Am Busen dir die Kinder! BrülltEin Ehaos so, wie's Deutschland fülltDas Zwistgewitter! Unzubcugen,

Du Wolkenschlacht, o wirst du, wenn?

Im Segen nicdcrstciqen,

In Fruchtbarkeit zergehn?