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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
178
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Herders Gedichte.

8 .

Unendlicher, von welcher tiefen RuhBist du! Bist du!

Fast gleich dem Nichts. Sie dichten SpottEs ist kein Gott? Wo ist denn Gott?"Unendlicher! in deiner tiefen RuhSchlummerst du?

Und doch Allmächtiger, von welcher Füll' undKraft

Und Nah' und Gegenwart, die All' in Allem

schafft,

Bist du! wo soll ich hin?

Du dringest mich! durch dich bin, was ich bin!

Und deine Füll' und Kraft

Ist die mir Alles schafft

Unendlicher, von welcher Kraft und Ruh,

Und Füll' und Nichts, Unendlicher, bist du!

S-

Gott sprach durch seine Welt. Ich kann ihnsehn!

Er sprach durch's Wort» Nun kann ich ihn ver-stehn.

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Natur eröffnet dir den Blick,Die Schrift das Ohr.

Wer giebt nun Einen Sinn zurück?Verbinde beide, Thor!