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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
177
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Erster Th eil.

Die Magd starrt das Gehäuse an,

Die Perl' ist für die Braut!

6 .

Wcß Auge blind ist, ärgert sichUnd kann es doch nicht sehen;

Weß Seele taub ist, höret esUnd kann es nicht verstehen.

Wo aber Gott spricht: Licht!

Sieh, da ist Licht!

Nun kannst du, Wüst und LeerUnd Sturm auf dunklem Meer,"

Nun kannst du Alles sehen.

7 -

Die Sonne weicht und alle Farben

Erlöschen unter'm Schwamm der Nacht:Was war den Lieben, daß sie starben?

Erblichen unter Todesmacht?

Ach, Kinder, die der Lichtstrahl machtDer Lichtstrahl wich und sie verdarben:Und Sonne, Hab' ich nicht sin Dunkeln dochZwei Augen noch?

So wenn mir Gottes Licht, die Wahrheitwich,

Wo bin ich? was seh ich?

Vernunft ist da; nur Welt und FarbenErstarken !

Herders Werke. Lit. u. Kunst. XV. M l.