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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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162
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iti2 Herders Gedichte.

Und qießt in Einem zarten strahlenden GedankenDer Farben ganzes Meer?

Wer bist du, die auf Welten blicket

Und aus sich selber neue Welten schafftUnd wie die Sonne dort die Wesen rings beglanzctMit Licht und Seligkeit,

Daß Thranen, wie der holden Blume,

Der Dankbarkeit entfließen, daß sich SchmerzUnd Kummer selbst in Freudcnthranen wandelnUnd werden Himmel uns?

O Tagewerk voll Götterwonne!

Schon wandelt dort der Jüngling seine Bahn;Schweig' Harfe, daß auch ich die meine wandt' und

ende

Mit schönem Abendrorh.

Ermunterung.

Tochter du, was zitterst du?

Was sinkest du?

Schweige, leide,

Hoffe, meide,

Nicht verzag',

Nicht klag',

Wahrheit kommt alle Tag^.

Du suchtest ja ein Wunderland,Wo sonder Tand