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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
161
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Auf Lüsten schweben und den Flug mit Tönen stcu-

ren

Und füllen Wald und Thal.

Und alle sollt Du sie beleben,

Der Stimmen Erstgeborne, Tochter DuDes Ewigen. Sieh, wie dort schon die Himmels-schwinge ,

Die Lerche, dir entsteigt.

Und jene Gipfel, wie sie rauschen

Dem Kommende»; Entzückungsschauer fließtDurch alle Wesen und in schwarzen, schweren Welle»Erhebt die Nacht sich fort.

O herrsch' umher, du Harfe Gottes,

Soweit der schöne Rosenjüngling strahlt;

Er herrscht am weiten Himmel und die dich beseelet,Ist Erdeköniginn.

Wohin er güldne Strahlen sendet,

Wie weit sein Zelt der blaue Himmel zieht,

Ist dein Gebiet o Seele: jene schöne HütteIst hoch für Dich gewölbt.

All deines Blickes hohes Ende,

All deines Ganges End' ist Himmel nur:

Und du, die in mir denkt, bist Sonne; was du

denkest

Ist mehr als Lichtcsstrahl.

Wer bist du, neu erwachte Seele,

Die in sich selbst als eine Sonne blicktHerders Werke Lit. u. Kunst. XV. L Se-itcKte L.