Auf Lüsten schweben und den Flug mit Tönen stcu-
ren
Und füllen Wald und Thal.
Und alle sollt Du sie beleben,
Der Stimmen Erstgeborne, Tochter DuDes Ewigen. Sieh, wie dort schon die Himmels-schwinge ,
Die Lerche, dir entsteigt.
Und jene Gipfel, wie sie rauschen
Dem Kommende»; Entzückungsschauer fließtDurch alle Wesen und in schwarzen, schweren Welle»Erhebt die Nacht sich fort.
O herrsch' umher, du Harfe Gottes,
Soweit der schöne Rosenjüngling strahlt;
Er herrscht am weiten Himmel und die dich beseelet,Ist Erdeköniginn.
Wohin er güldne Strahlen sendet,
Wie weit sein Zelt der blaue Himmel zieht,
Ist dein Gebiet o Seele: jene schöne HütteIst hoch für Dich gewölbt.
All deines Blickes hohes Ende,
All deines Ganges End' ist Himmel nur:
Und du, die in mir denkt, bist Sonne; was du
denkest
Ist mehr als Lichtcsstrahl.
Wer bist du, neu erwachte Seele,
Die in sich selbst als eine Sonne blicktHerders Werke Lit. u. Kunst. XV. L Se-itcKte L.