146 Herders Gedichte?
Und duftenden Hecken und Nachtviolcn,
In tausend Düften — o NaturWo kenn' ich Deine Kinder alle,
Die Braute alle,
Die jetzt sich schmücken und lieben und paarenUnd feircn Brautnacht! —
Schone Nacht!
Wie die Schöpfung flammet und wallt!
Als ob der allanflammcnde Sonnenvater,
Mit welcher Jugendinbrunst jetzt,
Die Erd' umarmt —
Und der Himmel brenntDort Abendroth! Hier Morgenroth —
Wie kühler dämmernder Thautag! —
Und —
Und hundert Wesen schwirren emporIn Luft und Wasser und See und Sand,Summen empor! Lieben!
Unendlich, ach
Unerschöpflich bist du schön,
Mutter Natur!
Und hundertartige deiner Kinder
In Leben und Lieben und Seyn und Freuden!
Wer kann sie zahlen! wer kann sie fühlen! —
Und du,
In hundert Arten und Seyn und WesenUnd Lieb' und Freuden, DichAllfühlend, o Natur,
Wie nenn ich dich?
Wer bin ich unter den Millionen,
Die jetzt genießen — und wer