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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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144
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Herders Gedichte.

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Die uns ein Volk binstreuet klug,

Und trüglich singc als Nachtigall,

Streut Körner aus voll List und Trug-,

Und lockt mit süßem Schall.

Und macht uns Fuß und Flügel festUnd dann uns ein in Kerker schließt,

In Kerker mehr, als Kluft und Nest,

Als Winter arger ist.

Bist da in Wüsten, Fels und Stein,

Bist Schwester-, Gatte-, Mutter-los,

Siehst keinen Baum! siehst keinen Hain:Und Schmuck- und Feder-los;

Die Stimme stirbt dir! Lied und SchallSchwingst nie die freien Flügel mehr!"

Ach Mutter! sprach die Nachtigall,

Du zögerst auch zu sehr!

Bin ja kein Kind mehr, bin so klugAls jede jede Nachtigall. "

Beginn nur, Liebe! deinen Flug!"

Und schlug mit Freudenschall

Die Flügel!Nur entferne nie,

Entfern', o Kind, dich nie von mir!"

Sie flog! die junge Neugier, sieFlog kaum noch hinter ihr,

Als