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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
130
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i3o Herders Gedichte.

Wer bist du, Dämon! Kommst du leitendMein Lebcnsfchiff in die Höh' dort auf.

In die blaue Nebelferne dort auf, wo Meer und

Himmel

Verweben ihr Trugegewand;

Wie? oder Flamme des hohen Masts!

Mir Jrrphantom und nicht der Errettenden Einer,Der Sterne gekrönten Götter!

Flamm auf, du Licht der Zeiten, Gesang!

du strahlst

Nom Angesicht der Vergangenheit, und bistMir Fackel, meinen Gang dort fürderZu leiten! dort, wo die Zukunft graut,

Wo ihr Haupt der Saum der Wolke verhüllt, wo

Erd' und HimmelSich weben, als war' es Eins!

Denn was ist Lebenswissen! und du

nicht oder falsche Rathgeberin ist/ wie Blitze auftfahren, und dem, der ihnen rreu folgt, sehrsichere Fackeln seyn können, wo sonst Alles dunkelwäre. Er glaubt ferner, daß diese bei gewissenMenschen sehr hoch erhöhet werden können, undsehr oft zu sichern Weissagern- Traumgöttern,Orakeln, Ahndllngsschwestern erhöht worden sind,und daß fast kein großer Mann da ohne sie ge-wesen, oder zum Ziel gelanget sey: ja er glaubtnoch vielmehr, was aber nicht, wie das Voran-gemerkte, so nöthig zum Verständniß nachfolgen-der Ode gereichen mochte! die übrigens zur Seegemacht ist, und also in Meeresbildern wandelt.