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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
118
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Herders Gedichte.

r»8

Bebend murmeln die Worte, die Götter herunter-zwingen

Heiliges Sprechen im Kreis der Allmacht weihet

ihr Knaben

Schweigt! ich schwöre!---

--Der Schwur ist erfüllt! cs brechen

die Himmel,

Auf dem Altar ruhn Wolken des Donners! die

Götter sind auf mir!

Und dort fliegt sein Wagen ich fein'! auf! sin-get ihm, Knaben!

Chor der Knaben. Erste Strophe.

Geh! dich lohnet dein Schweiß! siche wir streuen dip

Kranz' und Zweige zum Weg ! fahr' über Blumen hin:Schön mit Staube gcfalbet:

Fleuch in der Ruhe offenen Arm!

Der Priester. Antistrophe.

Geh! so wie die wandelnden Wolken des hohen

Olympus

Itzt beschatten hen Altar; so deck' die Säule Sche-el) ina

Balsamtciefcnd dein Haupt, und sende Boten des

Zephyrs,

Deiner männlichen Stirn die Tropfen zu Lorbeer zu

kühlen.

Chor. Zweite Strophe.

Freunde! segnet ihm nach! denn er entreißt sich euch,

Den der theurere Arm wartender Seinen nimmt:Seiner Jugend GespielenHoffet» in ihm die Jugend zurück.