Herders Gedichte.
r»8
Bebend murmeln die Worte, die Götter herunter-zwingen —
Heiliges Sprechen im Kreis der Allmacht — weihet
ihr Knaben —
Schweigt! — ich schwöre!---
--Der Schwur ist erfüllt! cs brechen
die Himmel,
Auf dem Altar ruhn Wolken des Donners! die
Götter sind auf mir!
Und dort fliegt sein Wagen — ich fein'! auf! sin-get ihm, Knaben!
Chor der Knaben. Erste Strophe.
Geh! dich lohnet dein Schweiß! siche wir streuen dip
Kranz' und Zweige zum Weg ! fahr' über Blumen hin:Schön mit Staube gcfalbet:
Fleuch in der Ruhe offenen Arm!
Der Priester. Antistrophe.
Geh! so wie die wandelnden Wolken des hohen
Olympus
Itzt beschatten hen Altar; so deck' die Säule Sche-el) ina
Balsamtciefcnd dein Haupt, und sende Boten des
Zephyrs,
Deiner männlichen Stirn die Tropfen zu Lorbeer zu
kühlen.
Chor. Zweite Strophe.
Freunde! segnet ihm nach! denn er entreißt sich euch,
Den der theurere Arm wartender Seinen nimmt:Seiner Jugend GespielenHoffet» in ihm die Jugend zurück.