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Herders Erdichte.
An die Muse.
Mein Geliebter begehret von mir Gesänge zu lesen;
Musen, den steilsten Pfad führt mich zum Pin-dus hinauf —
Auf den Gipfel, und gebt mir süße Töne, die
höchsten
Ehren und jeden Reiz lieblicher Jugend zurück;
Daß ich, allen Kummer vergessend, mit edlen Ge-fangen
Ihm umkranze die Stirn, Strahlen umflechtedem Haupt
Meines Geliebten. Entzückt von meiner himmli-schen Flamme,
Les' er mit meinem zugleich seinen unsterbli-chen Ruhm,
An die Nymphen«
Die Ihr Thaler und Höhen bewohnt, ihr freund-lichen Nymphen,
Jene Thaler und Höh'n, die der Geliebte betritt,Jene Auen, wo jetzt er Blumen , glückliche BlumenBricht mit schöner'Hand, grüßet mit freundli-chem Blick;
Nymphen des Silberbachs, die seine liebliche Stirn itztSchauen; Weste, die ihm spielen im lockigen Haar,