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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

Ach der Zeiten des Wahns! als ich die Quaalen

der Liebe

Sang, und wußte noch nicht, was sic für Freu-de gewahrt.

O verzeih' es, unsterbliche Liebe! Vergesset, ihr

Freunde,

Mein wehklagendes Lied; höret die Dankende

nur.

Erinnerungen der ersten Liebe.

Dies ist der Feigenbaum, und dies das Ufer, o

Daphne,

Wo den Geliebten und mich Amor auf immer

verband.

Lieblich tönte, beseelt von seine» Lippe», die Flöte;

Leiser rollte der Vach murmelnde Wellen dahin.

Um uns ruhte die Heerde. Zu seiner gefälligen

Flöte

Sang ich, und wand für ihn einen belohnenden

Kranz.

Und er blickte mich an. Was Götter und Menschen

entzündet,

War in dem Blicke; mein Herz fühlte den gött-lichen Strahl.?

Sein!ich liebe dich!" sprach er, und ich,

mir selber entnommen,

Ward ich weiß nicht mehr, was mir vom

Meinigen blieb.