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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
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Die Dichterin Faustina,

Ich gebe die Gedichte einer Römerin, die sichdurch Guben des Geistes, durch Tugenden des Her-zens , durch Anmuth und Schönheit gleich auszeichnete.Ihr Baker war der berühmte Mahler, Ritter Car-lo Maral ti, ihr Gemahl der berühmt: Dichter,Redner und Rechtsgelehrte Giovani Vati staFclice Zappi; den Namen -Fai'stina-Ma-ratti-Zappi nennt jeder, der au sie denkt, mitunverkennbarer Hochachtung.

Um unsre schwache Menschheit hoch zu ehren,Stiegst Du, Vortreffliche, zur Erde nieder,

Und in bescheidner Weibes-Kleidung zeigestDemüthig Du, mehr als der Held im Panzer,

Ein großes Herz.

O könnt' ich Deinen NamenIn weitem Königsraum aus eine Saute,

Auf einen Arco setzen, wo die Zeit ihnMehr schonen würde, als den Marmor selber.

Jetzt muß ich Deine Tugend, Deine Schönheit,Du Reichumkranzte, zwar in schlechten ReimenNur nennen; aber meine Reime werdenDurch Deinen Namen eben mit-unsterblich.