Herders Gedichte.
Ach, sie schieden längst aus unser» Hütten,Aus dem Taumel unsrer Affenstlten,
Grämten sich zu Lust und wurden SchalkUnd sind jetzt — was noch als Wiederholt?
Wiederhall, den jede Lipp' entweihestWiederhall, auf Sopha's hingestreuet,
Sind der Sprache Spiel-Berlocken, sindUnsrer schönen Kreise Fachcrwind.
Sympathie, als einst mit süßen SchmerzenDu den Säugling noch an Mutterderzen-Bandest, als er an der Tugend BrustLeben trank, nicht sieche Lasteclust;
Als du mit den Schwestern noch im ThaleSpieltest, und beim Heldenvsiter - MahleJünglinge beseeltest, sich mit MuthDir zu weihen, dich in schönem Blut,
Sympathie, im Tode Dich zu singen,
Sich auf Ruhmesflügeln aufzuschwingen,
Wo der Freund zu harren ihm verhieß,
Hinterm Grab' im Väterparadies.
Und, o Liebe, konntest,Herzen binden,
In einander Ewigkeit zu finden,
Für einander sich mit edler»MühNeu zu bilden, — Hcrzcnssympathie,
Reingeläukert in Dir zu zerfließen,
Alles, Alles in Dir zu genießen,
Seel - enthüllet sich zu zeigen , sichWo der Blick verstummt, herzinniglich