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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
Entstehung
Seite
23
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Nimm den Tropfen meines Haares,Künftig nur der Unschuld Schmuck, "

Und der Tropfen ward zur PerleIn der Muschel, die sie trug.

Ewig jetzt ein Schmuck der Unschuld,Stiller Anmuth selbst ein Bild,

Ohne Gaukelei) der FarbenIn bescheidnen Reiz gehüllt,

Sehnet sie sich aus der KroneDes Monarchen in das Band,

Das der Unschuld Haar umschlinget.Einer Göttin Haar entwandt.

Liebe und Gegenliebe.

Als einst die Mutter der AnmuthDen Knaben Amor gebar,

Bckranz't er, ein einziges Söhnchett,Mit Rosen sein lockiges Haar,

Er schuf nur Quaalen den Herzen ;Die zarte, süßere Pflicht,

Mit Liebe Liebe zu lohnen,

Die kannte der Flüchtige nicht.

Und manche beleidigte GöttinUnd mancher beleidigte Gott,

Sie zürnten alle dem KnabenUnd schufen ihm Flügel zum Spott.