Erster Th eil.
Sorgsam hat er sie erzogen,
Zärtlich hat sie sie gesaugt,
Götter waren ihr gewogen,
Menschen waren ihr geneigt.
Aber als sie zu vermahlenNun die frohe Zeit erschien;
Wer der Götter wird sie wählen?
Wem der Menschen wird sie blühn?Zwischen Erd' und Himmel schwebetSie der Einsamkeit geweiht:
Denn der Mutter Gottheit lebetZn des Vaters Sterblichkeit.
Die Verlorne zu beglückenSchaute Jupiter hinab.
„Unsern Himmel soll sie schmücken,
Sie, die nur der Himmel gab.
Aus dem Ehor der GötterjugendWäre Thalia verbannt?
Unschuld und du, frohe Tugend,Holet sie in unser Land."
Unschuld und die Tugend stiegenIn der Schwester Einsamkeit;
Und aus ihrer beider ZügenSchuf sie selbst sich Göttlichkeit.Unabtrennlich stets von beidenWard sie wie die Anmuth schön,
Und im Chor der GötterfreudenTanzen jetzt drei Grazien.