Erster Theil.
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Und Ohr und Auge täuscht sich gern;
Das Herz, es pochet in die Fern,
Und wünscht und hat und glaubets kaum:Denn auch sein schönstes Glück ist Traum.
Die Hoffnung, ewigschön und jung,Ist uns ein Kind der Dämmerung;
Auch ihre Schwester, Sehnsucht, liebtDen Schleper, der die Lieb' umgiebt.
Ich dank' euch, die ihr um mich schwebt,Daß ihr die Hülle mir gewebt;
Doch Lieb' und Aelher, leiht, o leihtMir einst ein Heller Pilgerklcid.
Das Kind der Sorge.
Einst saß am murmelnden StromeDie Sorge nieder und sann:
Da bildet' im Traum der GedankenIhr Finger ein leimernes Bild.
„Was hast du, sinnende Göttin?"Spricht Zevs, der eben ihr naht.
„Ein Bild von Lhone gebildet,
Belcb's, ich bitte,dich, Gott."
„Wohlan dann! Lebe! — Es lebet!Und mein sey dieses Geschöpf!" —Dagegen redet die Sorge:
„Nein, laß es, laß es mir, Herr."