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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 15 (1821) Gedichte ; 1
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Herders Gedichte.

Flieht, ihr meiner Jugend Traume,Flattert, leichtbeschwingte Reime,

In die Hand der Jugendzeit.

Traume sind wir, denen SchattenSich mit Licht und Wahrheit gatten,Und die auch der Traum erfreut.

Die Dämmerung;

Der Aethe'r und die Liebe warDas alt'ste hohe Götterpaar; ^

Sie zeugten die Unsterblichen,

Den Himmel und die Seligen.

Und tiefer in der Wolken ReichWard ihr Geschlecht der Wolke gleich;'Sic, cwigschön und ewigjung,Erzeugten uns die Dämmerung.

Aus Licht und Schatten webten sieDer Menschen tauschend Daseyn hie;Nur Dämmerung ist unser Blick,

Nur Dämmerung ist unser Glück.

Der Jugend holdes Morgenrots,Berbirget, was der Tag uns droht;Der Blume schwülen Mittag kühltEn> Zephpr, der am Abend spielt.