VIII
Vorrede.
Fern kn Meeren des Lichts, das nie geblendete Auge?Deine» Aufflug erschwingt selbst der Gedanke nichr
meyr.
Mächtig hat deine Psyche nunmehr die Flügel entfaltet,Da Vas Gewebe zerriß, das an die Erde sie band.
O, es hatte die Hohe, die Zarte zu lang'schon geweitetUnd das himmlische Land zog mit magnetischer Kraft
Innig sie an, und oft, in Stunden seliger Weihe,Sah sie mit Seherblick schon die Elysische Flur.
Hatte sie nicht dorr oben die heilige Fackel enrzündet,Die mir erquickendem Glanz ein in die Nacht uns
gestrahlt?
Die, eine Leuchte für uns, auch unsre Blicke cmporhob,Ein in Gefilde des Lichts.—Möge des seligen Strahls
Wieder erscheinender Glanz uns nimmer entschwinden,
den Freunden,
Die er im dunkeln Thal, höher gehoben, verließ!
Erde, die uns ihn gebar, des Kleinods bist du be-raubet,
Acrmer geworden ohn' ihn; birgst nur das Pilger-gewand
Noch an heiliger Stätte von Ihm. Ach, Lhränen der
Edlen
Fließen, doch Wchmuth verschmilzt sie in dem H!m-
melsgesühl
Hoher, seliger Ahnung'— und bis zu Elysiums KüstenHebt der Gedanke an dich, Herder! die Seelen em-por. 's)
*) Dieses schone Gedicht der Dichterin Carolina Karmienska hat Herr Martini - Laauna tin den theol.Annalen, Der. igrg.) bekannt gemacht.
Der Herausgeber,