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Carl Müller : sein Leben und künstlerisches Schaffen
Entstehung
Seite
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Goneurrcn^ beS KititftüereiitS für Stßcinlanb ltnb Sßcftfalcn jur 2lit=fcrtiguug eines 9tltarbilbeS für bie fatßolifdje Kirdfe in Slltena auSge*fdfrieben. (Sari SDZüHer erhielt bcn ?ßret§ für feine SDintter ©otteS mitbem Kinbe. 2(lS er baS lebensgroße 93itb im §erbft .1850 ablieferte,»erlief) ißitt ber Kunftoerciitin 9lncr!cnnnng ber öortrefflidieit 2(uS=füljrung" eine befonbene ©ratification. ©S fdjmiidt feitbem baS genannte©otteSßaitS nnb ift ein ©egenftanb befonberer SBereßruiig. Silier berbefannteften americanifdfcn Kuuftinäceite bantaliger 3 c >t- ber ßonfnl©öder an§ 97em=?)orf, ertoarb eine 2Bicberl)oluitg nnb müufdjte bringenbaußerbem eine Gompofitioit nad) irgeitb einem ©aßc ber ß. ©djrift.Sie fo mit bem batnalS faft allein gclbmäditigen Slmcrica angefnüpfteauSficßtrcidfe Scrbinbnng löste fid) in g-olge eines unangenehmen 3011 =proceffeS SBöder'S mit beit UnioiiSbel)örben. SaS Silb hat burcfi benoortrefflidfeu ©tief) ©teifenfanbS (1857) meite Serbvcititug erlangt.Sit einer ausführlichen 23citrtl)eilnng, luoriit betont wirb, baß Pott bcnGiiiquecentiften an bis auf unfere Sage e§ lueuig Später gegeben habe,bie toahrc 9lnbad)t loedenbe uub beglüdeitbe 91hittergottcS=Silber gemalthätten, heißt eS 1 ):Sa einer SEBolfcugloric über einer rci^enben fyluß=gegenb feßmebt bie ÜDiutter ©ottcS, bie Königin beS geicbenS einecblc, majeftätifdjc uub beunod) juiigfräulkße, milbc ©eftalt. ^joße Stuße,reijenbe Slnnnitl) ber f)öc£)ftcit grommfcligfeit, alter ©iititlicl)feit fremb,ftrahlt aus bem ernftfdjöucu Slittliß, baS befeligenb feffelt, milb tröftet.Sit feiner Sluffaffuug ift biefeS iOiabonueitbilb eine fromme, poetifeße,originelle (Souception, bie feine birectc Sergleid)ung mit einem bergefeierten 9)?abonncnbilber jittäßt. lieber bem fchöneu Raupte prangtbie reiche Krone in einfachem ©ternenfrauje. 2(uf ber litifen fpanb berSötutter fteßt baS Sefufinbleiit, unterftüßt Poit ißrer recfjteu. Sie liitfefpaitb beS KiubleinS hält bcn mit bem Kreuje gefdpnüdteu ©rbball, bierecf)te ftreeft eS fegnenb aitS. üleußerft lebenbig, ntalcrifd) fcßöit ift bieföemeguug beS ebel gegeidjueten KinbeS, aitS beffen ©efidjt bie unfd)utb*oollfte fyrcuublidifeit nnb gugleicf) bie SBiirbe beS ©rnfteS fpridjt."

Sie 9lufforberuitg jpi einer jmeiten (Soucurrciij laut auS bem 9luS=tanbe. 1849 toünfd)te ber KitnftPerein in (Sßriftiania ein religiöfeS 23ilbfür bie proteftantifdfe Qsrlöferfirdie bafetbft; eS follte(Sf)riftu§ am Del®berg" barftellen. 3 IU 23ctt)eitigung mürben außer il)itt bie herüorragenbftenIpiftorienmaler bantaliger 3eit, ©teinle, fRetßcl ttttb Seger, aufgeforbert.Ser Künftler mürbe fpäter jttr SluSmaluug feiner ©fijje Pom Kuitft®»erein Peranfaßt, bie SluSfüfjruug beS SöilbeS felbft aber ©teinle übertragen.Sm Saßre 1857 ßat er nad) einer (Sopie, bie fid) ber betanute Sattb®

Organ für rfjriftticpc ffimft, 7. Snfirgang (1857), ©. 84.