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Carl Müller : sein Leben und künstlerisches Schaffen
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^ünftlerlcbeuS. Sic ffreunbe lebten auf UpollinariSbcrg in einer maf)r=Ijaft ibcaleit ©emcinfd)aft; fie tjatteu bag l)öd)fte ßiel für einen cfjrift=ticken Maler erreicht, fie ftcllteu itjve gange Shtitft unmittelbar in beitSienft dfreS ©otteg. SewuubernSWertlj War bie UrbeitSlitft ititb 9(itS=bauet ber Maler, bie fofort auf bie ©erüfte in ber ®ird)e gur Arbeitftiegen, tuemt baS SageSlidjt baS Skalen möglidj ntadjtc, unb fid) nurwenig $eit gur Mal)lgeit gönnten.@ar traulid) unb bie Arbeit frötflidjförbernb War eg, fo fdjilbert er felbft baS bamalige Scbeu,Wenn wirüber Sag auf bem ©erüfte, jeber au einer aubern ©teile ber ®ird)e,feine frifdj gefällte Söanb bemalte unb Wir bagu Uierftimmige s fMe=ftrinafdje Söeifett fangen, bie bann, in bem Rolfen ©ewölbe Dedjalleub,mtS lebhaft Wieber in baS firdflidfe Seben 3iomg gurücfücrfetden." 2(uben ©amgtagen üerfamutelten fief» bie greuube Ijäufig in bem alten Sdofter*garten unter einer prad)ttwllen, mächtigen Slutbudje bei einem ©lafeSBeiu mit ber ?(itSfid)t auf bie untergef)enbc ©oittte, bie mit bemSöibcrfdjeiu beS 9Ibenbl)immelS ben ©piegel be§ 3il)eine§ üergolbete.Sie wunbertwlle Umgebung, baS nal)e ÜtolaubSecf, baS ©iebeugebirgeunb baS rontautifdfc Ul)rtl)al, bann Ulfrmeiler, wo bie fiebeitgigj.äf)rigeMutter lebte, boten bie fdjönfte ©elegeidjeit, bie greiftunbeu ber@oitit=unb geiertage genufgreid) git oerleben.

SBenit eS audi nidjt meine 9Ibfid)t fein dann, eine Sefd)reibuug ober-gar Sßiirbigung fämmtlidjcr SBaubmalcrcieu auf UpolliitariSberg gugeben, fo glaube idf bod), baff gur richtigen Gsrfaffung ber ©ituatiou berSari Mütler'fdjen Silber eine fnappe ©figge ber innent ©eftaltung berucueit gotl)ifd)eu Sirdje nötffig ift. Ser ©ruubrifj bilbet ein gried)ifd)eSÄreitg, beffen öftlidjer Sinn mit einer ccfigen Sl)ontifd)e fdjliefjt unb beffenWeftlidjer, um bie Siefe ber 0rgelbül)ne verlängert, ben .jpaitpteiugangenthält. $wci grofge genfter, baS eine über bem §aupteingang bemß()ore gegenüber, baS anbere in ber ©iebclmanb beg füblidjcn $reitg=armeg, unb gWei fleinere im 6f)ore beleud)teu ba§ Smtere. Sn berSängeitrid)titng bietet bie Ä'irdje, anfjer ben fdjmalen gelbem ber Drgel*biilfne, auf jeber ©eite brei mit biefer fRidjtuug parallele äSaiibfladjeitVon gteidjer ©röjje bar, von weldjen bie mittlere auf ber ©iibfeite, bagbeifjt redjtS vom ©intreteuben, bitrd) bag geitfter burdjbrod)en ift. Siegur Siufen beg ©intretenbeu enthalten Sarftcllungcn ber §auptmomcnteber ®cfd)id)te Scfu, bie gur 3Udjteit foldje aug bem Seben ber 1). Situg=frait, unb gwar jebe ber brei SBanbflädjen ein tpauptbilb mit Überlebens*grofjeit giguren unb unter benfelbcu fleinere auf ©olbgrunb, bereitgiguren etwa gWei Srittel Sebeuggröjjc Ijabeit. Sie bcbcutcnbftcn führtelinfg Seger, rcd)tS Karl Müller aug, bie mel)r ergängenben Silber battegraug Sttcnbadj übernommen. Sie Malereien am Slrettg SriumpbaliS