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Carl Müller : sein Leben und künstlerisches Schaffen
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eine ©obtenermedung) oorlageit, a tempera gtt malen, ba bie Slrdjitefturbent al fresco fefjr grojje ©chmierigfeit mad)eit mürbe. Sr Oertoieg bieZünftler habet auf bie Sibreria in (Siena mit beit mitiiberöodeit ©ar*ftedungen aug beut Sebeit ißiit§ II. ooit fßinturicchio.

Sm fperbft 1839 eilten and) Karl Müder uiib Sttenbad) juitt©üben. gitr ein ridftigeg SBerftanbitih ber fommeubeit Schönheitenbatten bie Briefe üon StnbreaS öiel üorgearbcitet. Sr befafj ein attg=gefprocpeneg funftlritifdjeg Xafeitt uitb tlfeilte feine häufig ben Sßagel aufben Slopf treffenbeit ©ebanfett gerne mit. ©urdf il)it mar Sari eiuge=führt in bie großen ©aleriett uitb bie majeftätifdjeit ©oute: ©a erfdjeint(Siottog getualtige monumentale Suitft mit ihrem heiligen Srnfte; Mafaccio,ber if)r erft Oolteg Sebeit gab, gra ©ioüaitui ba ^icfole, ber iit frommem,fiitblidjetn ©inne bie herbe ©rüffe (Siottog §tt gartem, feligem ©mpfiiibengcmilbert uitb fie bttrd) liebliche Färbung gefdfmitcft hatte; iit Florengoor allen batitt bie Sippi, ©hirtanbajo, in ^Bologna ber giterft oonihm fo fmdfgeftedte, späterhin ntittber gefdjätde grattcia; in fftoitt oorallem ber unermehlidje, gunädjft ttieberbrücfeitbe formen* uitb färben*reidfthitm Dlafaelg.

8}or allem intcreffirte bie 93riiber in biefer gteichfam lunftmiffett*fdjaftlidfeit Sorrefponbeng bie berühmte 9lambott;rfd)e ©ammlitng: eilteSßereiiiigmtg Don 300 Slquaretlen, bie ein talentüoder Zünftler fRambouj; *)in allen Steilen Stalieng nadf beit gregcobilbern ber beften Meiftergemacht hatte, ©er Zünftler Verlangte bafiir 6000 ©citbi uitb modtefie nur in ihrer ©efammtheit uerfaitfett. Mattdfe feiner Sopieen foltteniit einigen fahren bie beitt Untergänge gemeihteit Originale crfe^ett.Döerbecf fudfte fie in granffurt untergubringen; fpäterhiit mürben fie,mie eg ber Sßitnfd] ber ©ebrüber Müder gemefen, für bie ®unftafabemiein ©üffelborf ermorbett.

2Iud; üor beit gelqlern einer falfchen J8etrad)tuitg§meife fudqteSlttbreag gtt martten:Man fod bie alte Äitnft nicht ttadjahnten, beim fottftfönnte man leidjt auf Srrtuege geratheu. Slber in ihren (Seift eittbriitgen,bie ©rohartigfeit ilqreg ©ebanfeitg, ber geiftigeit Sittpfinbuttg fid; gu eigenmadjeit, ba§ ift bie hohe Stuf gäbe, bie un§ jet^t geftedt ift."

©amt fudjte er ben empfänglidjen Srttber für bie böchfteu .Qielegu begeifteru:Sdf hoffe mit .Quoerfidft, bah nod) üieleg ©ute in ©üffet=borf reifen, uitb bah unfer l)öd)fter SButtfd), eine ed)t djriftlid)eMalerfdjule iit ©üffelborf ent ft eh e n gu fehett, gu ©taube foittnteitfod. Slber mir ade ntitffeit ade Strafte baran fehett; beim nur im iuitigften.ißerbanbe mit vereinten Kräften löntteit mir etmag mirfen."

*) Später Sonierbator be§ 2ßaIXraf=9iid;ar^=53litleum§ in Köln.