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Carl Müller : sein Leben und künstlerisches Schaffen
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aber and) für bie Sßiffcnfdjaft üiel gu fritl), faum fünfgtgjäfjrig, am5. 2 tpril 1835. ©eine SSittme fiebefte mit beit ft'inöem nad) 2tl)r=meiler über, mo bie gantilie nod) ein Keines äßcingut befaß. Sn fpätcrn8 al)ren, aiS bie ©öljtie ntib £üd)ter mefjr ßeraugemadjfen luaren, ent»micfelte fid) bort, banf ber ©aftfreunblidjfeit ber Söcfijjer, ein rcgeSgefetlfdjaftlidjeS Seben, baS nitS S. Stauftnauu *) jo angießeub gefdjilbertßat unb an baS maitdjer Sßcilneßmer nod) nad) langen Saßreu mit©el)nfnd)t gebad)te.

(Sari folgte int §erbft 1835 feinen 23ritberu SlubreaS unb (Sonftantinnad) Siiffelborf. .fpier geigten fid) fofort bie reichen 5 rüd)tc feiner fünft»lerifdjcu (Srgießung. Dl)ue gügern, unbeirrt bitrd) ben Slnblicf anbererSEalente, faitb er alsbalb feine richtige ©tätte innerhalb ber Slfabentieunb mar fofort im ©taube, fid) mit ©idjerfjeit meiter gu entmideln.©d)oit binnen SaßreSfrift, nad)bem er gutior bie SUialKaffc beS belanntenißorträt» unb ^iftorienmalerS (Sari @of)it befudjt tjatte, mürbe er in bieIDfeifterllaffe aufgeuontmen.

Sie Sitffelborfer ?(fabentie befanb fid) bamals feit beinahe einemSaßrgeßnt unter bem Sirectorate 2öilf)elm ©d)abomS. lieber feineSöebeutung für Siiffelborf t)at fid) (Sari SKültcr felbft micbert)olt, guleßtnod) in feiner Siebe auf SDeger, alfo geäußert:©djabom mar, baritberl)errfd)t leine äMnuugSücrfdjicbenfjcit, in eminentem DJiaße ber if)inübertragenen Slufgabc gemadjfeu. ©ein reidjer, Oielfcitig gebilbeter ©eift,fein fünftlerifdjeS Sßiffeu fomie bie iljnt in befonberS fjoßent ©rabe eigene©abe, jebe Subiüibualität feiner ©djitler gu erfeuuen, gu adjteu ititb ißrmit liebcüoder ©dfonuug git oollenbcter ©utfaltuug gu oerßelfeu, allebiefe glängeuben ©igeitfdjafteu unb 3mt)igfeiten, Oerbuitben mit einemungcmüf)nlid)en organifatorifcßeit Salente, ßabeit halb gu ben über»rafdjenbften (Srgebniffcit feiner Seßrtßätigfeit geführt.

gu feinen römifdjcit ©efiniutugSgeitoffen befanb fid) ©djabom in»fofent in einem gemiffen ©egeitfaiu, als er ber, oon üjneit gehegten9tnfid)t gegenüber, nur ber große ©til in ber gönn ber Sarftedungfei, unter einer gemiffen SSefcitigmig beS itatürlid) Sßaßreit, näd)ft bem©ebaufen, baS allein mürbige gicl Kinftlerifdfen ©trcbenS, bie lieber»geuguitg oertrat, baß oielmeljr gcrabe baS ciugeßenbe ©tiibium ber Staturunb baS ©trebeit nad) erreidjbarer Siaturmaljrljeit in gönn mib garbeoor ÜJlißüerftäubniß unb SBerirrung in 23egitg auf beu ©til betoaßreunb bie uiterläßlidjeu SDiittcl au bie §aub gebe, beu ©ebanfeu in loaßr»ßaft fitnftlerifdjer SBeife 31 x 111 oollcubeten SluSbritd gu bringen. . . .

(SS ßanbelte fid) für if)u nid)t ctma barum, in Siiffelborf etmaS

) 3n 1cinem Sudje: Söilber auä Sem DHjeinlonb, ftötn, 1884, in bent s l(ti)d;mtt3ugcnb=@rimieningcn an il()nucitcv ©. 101 ff.