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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
Seite
375
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von Pindar.

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O Sohn des Kronos, Rhea's Sohn,Der den Olympus beherrscht,

Und der Kämpfe Gipfel,

Und den Strom des Alpheus;

Verleih', erfreut von meinen Hymnen,Verleihe gnädig ihrer Väter SitzDen spätsten Enkeln noch!

Was einmal, recht und unrecht, ist gescheht!,Das kann auch selbst die Mutter aller Dinge,

Die Zeit, nicht widerrufen. Doch VergessenheitDes Alten kommt bei neuem Glück.

Ucberwunden dann von schöner FreudeStirbt das zornverlaßne Böse,

Wann Gottes Schicksal hohen WohlgenußVon fernher bringt.

Es gilt dies WortDen jetzo glücklich thronendenTöchtern des Kadmus; auch sie litten viel:Doch nicdcrsank der schwere GramVor größrer Seligkeit.

Sie lebt nun in der Zahl der himmlischen,Die einst vom Donncrstrahl crtvdtet siel,Die langgelockte Semele;

Und Pallas liebt sie ewig; Zeus,

Der Vaters, liebt sie sehr; es liebt sie ihrEpheubekranzter Sohn.

So, sagen sie, lebt auch im MeereMit Nereus Töchtern ein unsterblich LebenDie Ino immerdar.