Kleine griechische Gedichte. 253
Wie vom Mond' beglanzt, so überglänzend die
Sterne. .
Heil dir, Lieber! Und da ich anjctzt zum Schmause
des Hirten
Geh': so leuchte du mir anstatt des freundlichen
Mondes,
Der, heut neu, gar zeitig hinabsteigt. Geh' ich
zum Diebstahl
Ja doch nicht, noch daß ich den nächtlichen Wand-rer beraube;
Sondern ich lieb'; und mit Liebenden mitzulicben
ist artig.
Moschus.
An die Göttin der Liebe.
Tochter Jupiters und des Meers, holdselige Cypris,
Sage, warum du so auf Menschen und Götter er-zürnt bist?
Und was reizete dich zu der feindseligen Rache,
Daß du den Amor gebarst? Den Amor, allen ein
Ucbel,
Wild und unbarmherzig, sein Sinn ist nicht der
Gestalt gleich.
Und noch gabst du ihm Flügel und fernhintrcffende
. Pfeile,
Daß wir den bittern Wunden auch nicht zu entrin-nen vermögen.