aus der griechischen Anthologie. i3g
Philokletes.
Za, ich kenne dich, Armer, dem ersten Blicke ver-lachst du,
Leidender Philoklct, deinen inwendigen Schmerz.
Wie sich das Haar ihm sträubt! Wie von der
Scheitel die Locke
Wilde-verwirret fallt! auch in der Farbe noch
wild.
Und voll Furchen des Grams umkleidet dürre die
Haut ihn,
Trocken, als fühlctest du selber im Blicke sie
hart.
Sieh und im Küstern Auge, da hangen geronnene
Thronen
Starrend, sie zeigen ach! — seinen unendlichen
Schmerz.
Herkules und Antäus.
Aechzcndes Erz, wer bildete dich? Wer konnte dem
tobten
Werke die Kraft verleihn und den erkühnenden
Much?
Denn es lebet. Ich fühle des festgedrücketen Riesen
Pochende Angst, ich fühl', Herkules, deine Ge-walt,
Die ihn ergriff und halt und drückt den Erhobenen
todt schon —
Siche, wie krümmt er sich! wie ihm der Athcm
entfleucht!