auS der griechischen Anthologie. r3r
Seiner Juno die Schwester. Sie zieht den zerrisse-nen Schleyer
Vor den Nusen, beschämt und mit verachtendem
Stolz.
Ach, und die Arme ras't in der Seele; alle die
Leiden
Troja's, den ganzen Krieg liesest im Auge du ihr.
Auf die Bildsäule der Niobe.
Lebend war ich, da wandelten mich die Götter zum
Stein um;
Aber Praxiteles schuf wieder zum Leben den Stein.
Auf das Bild der Medea,
von Limomachus gemähter.
Als Timomachus dich, o grause Medea, dem BildeGab: wie kämpfte die Kunst deiner Empfindungen
Kampf!
Den sie weife vollendet! Im zornigen funkelnden AugeHängen Thranen ; die Wuth schmilzt in der Mut-ter Gefühl —
Weiter Mahlte sie nicht. „Der Kinder Blut Zu ver-gießen,
Sprach det Künstler, geziemt nur der Medea,
nicht mir."