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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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123
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au« der griechischen Anthologie. "3

Grabschrist eines Hirten.

Furchtsam eilte die Heerde mit kalter Flocke be-schneiet

Von den Bergen ; der Hirt folgte der Heerde

nicht mehr.

Ach Therimachus schlaft hier seinen ewigen Schlum-mer,

Unter der Eiche, wo ihn Feuer der Himmlischen

traf.

A st a ci d e s..

Den krekensifchcn Hirt Astacides haben die NymphenDiesen Bergen entführt. Heil'ger Astacides, jetztWeidest du unter den Eichen in Jovis Hainen. Ihr

Hirten,

Singet nicht Daphnis *) mehr, singet Astacides

Ruhm.

Der göttliche Weise.

Ein weiser ist mir Der und selbst ein Gott,

Der Schmach ertragen kann und zürnt nicht gleich.Die Zeit allein schon häuft des Frevlers Schuld, -Wie Götter-Rache langsam trifft, doch hart.

*) Ein liebenswürdiger Hirt, dessen Tod viele grie-chische Schäferlieder besangen.