aus der griechischen Anthologie.
S7
Die gewaffnete Venus.
Als die kriegende Pallas die Liebesgöttin in WaffenSähe: „wohlan, sprach sie, laß uns versuchen
den Kampf."
Lächelnd crwiederte diese : „bedarf 's gewaffnctcr
Kampfe?
Trug ich nicht über dich nackt schon die Krone
davon ?"
Das betrogene Herz.
„Ach ihr süßer Gesang! und ihre bezaubernde
Sprache
Und ihr glanzender Blick!" — Armes, betroge-nes Herz,
Du fängst Feuer. —„Von wem? ich weiß nichts!"—
Wirst du es wissen,Wenn , unglückliches Kind, einst dich die Flamme
verzehrt?
Die gewaffnete Venus.
Mutter der Liebe, du hast die Waffen des schreck-lichen Mavors
Angeleqet? wozu trägst du die eherne Last?
Herders W. z.schön.Lit.u,Kunst. X. G 6,','ecK.L-r.