I. Blumen aus der griechischen Anthologie.
Das Geschenk der Liebe.
Als Praxiteles einst auch unter die Liede das Haupt
bog;
Schuf er der Siegerin hier seiner Empfindungen
Bild,
Diesen Amor. Er nahm aus seinem Herzen die
Züge
Und gab Phrynen ihn hin, gab ihr zum Lohne
den Gott.
Dafür lohnte sie ihn mit neuer Flamme. Die Liebe
Kennt nur Liebe zum Lohn; Liebe zum Gegen-geschenk.
Das schönste Geschenk.
Holde Göttin, ich weihe dir hier der schönen Ge-stalten
Schönste, dein eigenes Bild. Fand ich ein süßer
Geschenk?
Der Spiegel der Lais.
Als mit den Jahren Lais nun ihre Reize verblühn
sah,
Als sie das Alter sah kommen auf ihr.em Ge-
sicht,