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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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I. Blumen

Auf eine Quelle,

die Olympias hieß.

Alexander, der Held, trank meine Welle. Sie

dünkt' ihm

Milch der Mutter. Zum Lohn nannt' er Olym-

pias mich.

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Die Jungfrau auf Sophokles Grabe.

„Wanderer, dies ist Sophokles Grab; ihm setzten

die Musen,

Deren Priester er war, seiner Unsterblichkeit Bild,

Eine heilige Jungfrau. — Mir, die sonst nur auf

grünen

Sträuchen tanzete, mir gab er die goldne Ge-stalt,

Zog den leichten Purpur mir an; und seit er ge-storben,

Fencrt vom Tanze nun mein sonst hüpfender Fuß."

(Der Wanderer.) Glückliches Loos des Mannes! Was

will denn aber die Locke,

Die in der Hand du hältst? Welcher Bedeutung

ist sie,?

(Die Jungfrau.) Laß sic, wenn du Antigone liebst,

der Antigone Locke,

Oder Elektra's seyn. Beide sind Gipfel der Kunst.