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I. Blumen
Grab einer Tochter.
Meine Tochter, so muß ich dir denn mit traurigen
Händen
Statt des bräutlichen Betts zieren ein dunkelcs
Grab.
Zwar du bist dem Leben und seinen Schmerzen ent-ronnen,
Da du als Jungfrau starbst; aber uns lassest
du Schmerz.
Unsere Tochter! die holde, zwölfjährige, zärtlich an
Reizen
Wie ein unschuldiges Kind, aber an Tugenden alt.
Der Ausgang und Eingang des Lebens.
Nacket kam ich und nackt geh' ich einst unter die
Erde;
Nackt von hinnen zu gehn, braucht cs wohl Kum-mer und Leid ?
Auf eine -Schöne,
die im Nilstrom badete.
Als der Schönheit Göttin dich in den Wellen des
Nilstroms
Schwimmen sähe: „Wer giebt, rief sie vom
Himmel herab,