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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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534
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IX. Lieder der Wilden.

io.

Unglückliche Tage.

Furchtbarer Niang! warum öffnest du meinenSchool an einem unglückseligen Tage?

Wie süß ist das Lächeln einer Mutter, wenn siesich neitt über das Antlitz ihr>s Erstgebohcnen! Wiegrausam der Augenblick, wo eben diese Mutter ihrenErstgebohenen in den Fluß wirst, um ihm das Lebenzu nehmen, welches sie kaum ihm gab!

Unschuldiges Geschöpf! der Tag, den du sichst,ist unglücklich; und alle, die auf ihn folgen, stehnunter seinem traurigen Einfluß.

Wenn ich dich leben lasse, wird Häßlichkeit dieBlülhe deiner Wangen zerstören , ein hitziges Fieberwird deine Adern durchglühen; umringt von Leidenwirst du aufwachsen; der Saft der Pomeranzen wirdauf deinen Lippen bitter werden; ein vergifteter Hauchwird den Rsts verdorren, den deine Hände pflanzenwerden; die Fische werden deine Netze auskundschaf-ten und fliehen; kalt und ohne Süßigkeit wird derKuß deiner Geliebten fern; Traurigkeit wird dichin ihren Armen verfolgen.

Stirb, o mein Sohn, stirb Einmal, um nichttausendmal zu sterben!

Grausamer Zwang, furchtbarer Niang!