VIII. Deutsche Lieder.
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Kaum hat er das stille Wort gesagct,
Ist es in der Lust, und tragt ihn überThor und Riegel, hin zu seinem Schloße,
Wo ihn tausend Hute froh empfangen,
Folgend ihm, wie Bienen ihrem Weiser.
Aber Schennik stehet traurig, neigetMatt das Haupt; sein Auge glanzet dunkel.
Und 0 Wunder! es erhebt die Stimme:
„Sterben muß ich, muß ein Raub der Wölfe,Muß ein Aas für Hund' und Geyer werden,Wenn du eilig mich zu meinem BergeNicht geleitest. Mein Werk ist vollendet."
Eilig führet er's zu seinem Berge,
Der sich austhut, und cs stand der Mann da;Freudig wiehert ihm das Roß mit HellenAugen, neu-verjüngt. Der Mann sprach freundlich„Wohl dir, daß du thatest, was zu thun war!Dafür -wird es deinen Söhnen wohlgchn,
Und du wirst des Landes Retter heißen.Primislaus ist mein Name, BöhmensErster Fürst bin ich und Stammes Vater;
Dieses Roß, es ist das Roß Libussens,
Auf welchem oft sie ihre Kinder stehet,
Und aus Noch errettet." Also sprach er,
Nahm das Roß, und ging hinein zum Berge^