VIII. Deutsche Lieder.
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Das Roß aus dem Berge.
Eine Böhmische Sage. *)
Glänzend anzuschauen sind der ErdeMond und Sonne, schönes Gold und Silber.Prächtig funkeln sie hervor, und schmücken,
Und sind köstlich alles zu erkaufen,
Nur nicht Leben und Gesundheit. MächtigZiehet an ihr Glanz, daß nur der ArmeWagt, sie zu entbehren, und der ReicheStets, je mehr er hat, je mehr er lüstet.
Also reich war Böhmenlandes HerzogKrzesomysl. Sein Land war zwischen BergenDie ihm Bäume, Gold und Silber sproßten,
Und die Flüsse gossen Goldcskörner,
Die die Armen wuschen und ihm zollten.
Aber Er grub tiefer in der BergeBauch, und holt der alten Mutter ErdeEingeweid' hervor; erbeutet StückeGold und Silber, schwerer als er selbst war,
Uvd legt Berge seinem Abgott nieder;
Doch je mehr er hat, je mehr ihm fehlet.
Land und Aecker liegen ungebauet;
*) Aus der Mitte des neunten Jahrhunderts. M.