VIII. Deutsche Lieder.
5ro:
Denn des Landes Mutter, aller GutenUnd Gerechten Freundin war sie immer;
Dennoch lächelt sie und redet gütig:
„Weh denn euch, ibr Böhmen, tarfre MännerDaß ein lindes Weib euch liebt uns richtet:
Sollet einen Mann zum Fürsten haben,
Einen Geyer statt ocr fromm.» Laube." ^
Und stand auf voll lchrnm stillen Zornes,„Morgen ist der Lag, wenn ich euch rufe,Sollt ihr haben, was ihr wün,chet."
Alle
Blieben stumm und tie^bcdchamct stehen,
Fühlten alle, wie sie übel lohnten
Ihrer Treu' und Mutterlieb' und Weisheit;
Doch gesprochen war's und alle lüstern
Auf den Morgen , auf d.n Mann und Fürsten,
Gehn mit Hellen Haufen auseinander.
Lange hatten viel? reiche HerrenNach Libuffens Hand und Lbron getrachtet,
Sie gelockt mit Schmuck und Schm.ichel.ieN,Reichem Gut und Heerden. Doch LibufsaWollte nie sich Hand und Thron verlaufen.
Wen nun wird sie wählen? Alle EdelttSchlafen unruhvoll und hoffen Morgen.
Morgen kommt. Die Seherin LibufsaFst noch ohne. Schlaf und ohne Schlummer, ,Ist auf ihrem hohen heil'gen Berge, . -