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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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505
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Fünftes Buch.

Wo der Geyer auf'm Dache sizt,

Da dcihen die Küchlein selten,

'S war Werl! ein seltsam Rarrcnspiel.Welch'r Fürst sein'n Rathen getraut so viel,Muß oft der Herr selbst entgelten,

Ja entgelten!

Altenborg, du feine Stadt, '

Dich that er mit Untreu' meynen.

Da in dir war'n all' Hofleut' voll,

Kam Kunz mit Leitern und Buben tost,Und holt die Fürsten so kleine,

Ja so kleine!.

Was blas't dich, Kunz, für Unlust an,Daß du in's Schloß 'nein steigest?

Und stiehlst die zarten Herrn heraus,

Als der Kurfürst eben nit^war zu Haus,Die zarten Fürstcnzwejge,

Ja Fürstcnzweige!

Es war wohl als ein Wunderding,

Wie sich das Land beweget.

Was da uf'n Straßen waren für Leut',Die den Räubern folgten nach in Zeit,Ast's wjbbelt , kribbelt, sich beweget,

Ja beweget!

Im Walde dort ward Kunz ertappt,

Da wollt' he Beeren naschen,

War he in der Hast sacken fortgerettcn,

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