478 VIII. Deutsche Lieder.
All' andre Freud' und Kurzweil gut,
Eh' eins damit erfrischt den Muth,
Vergehn, verschwinden thut.
Aber die Freud', so Lieb' mitbringt,
Bleibt viel Jahr', stets neu entspringt,
Won neuem in's Herz 'nein dringt.
Drum, was man sagt, ist all's ein Spott.Recht' Lieb' zu haben, bringt kein' Noth,Erfreuet bis in Tod.
16.
Wettstreit des Frühlings.
Deutsch.
(Von Robert Roberthin, einem wenig bekanntenDichter, Simon Dach's Freunde. S. AlbertsSamml. LH. 3 . N. 12.)
Du Vater aller Lieblichkeit;
O Frühling, Kleinod unsrer Jahre,Bestreu' die Erde weit und breitMit deiner schönsten Biumcnwaare.
Laß deiner bunten VögelschaarDie Welt mit tausend Liedern grüßen:Laß deine Sonne noch so klarDie angenehme Strahlen schießen.