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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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463
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Fünftes Buch.

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Willst du jezt in ein Kloster gehn,Willst Gottes Dienerin seyn,

So geh' in Gottes Namen;

Dein's gleichen gicbt's noch mehr!"

Und als es war um Mitternacht,

Dem jung'n Graf traumt's so schwer,

Als ob sein allerliebster SchazJn's Kloster gezogen war'.

Auf Knecht, steh' auf und tummle dich;Sattl' unser beide Pferd!

Wir wollen reiten, fey Tag oder Nacht;

Die Lieb' ist reitens wcrth!"

Und da sie vor jen's Kloster kamen,Wohl vor das hohe Thor,

Fragt' er nach jüngst der Nonnen,

Die in dem Kloster war.

Das Nönnlein kam gegangenIn einem schneeweißen Kleid;

Ihr Haarl war abgeschnitten,

Ihr rother Mund war bleich.

Der Knab er setzt sich nieder,

Er saß auf einem Stein;

Er weint die Hellen Thrancn,

Brach ihm sein Herz entzwei.