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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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462
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VIII. Deutsche Lieder.

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5 .

Das Lied vom jungen Grafen.

Deutsch.

(Aus dem Munde des Volks im Elsaß. Die Melodieist traurig und rührend; an Einsalt beinah einKirchengesang.)

Ich fteh' auf einem hohen Berg,Seh 'nunter in's tiefe Thal,

Da sah ich ein Schifflein schweben,Darin drei Grafen sass'n.

Der allerjüngst', der drunter war,Die in dem Schifflein sass'n,

Der gebot seiner Lieben zu trinkenAus einem vencdischen Glas. *)

Was giebst mir lang zu trinken,Was schenkst du mir lang ein?

Ich will jezt in ein Kloster gehn,

Will Gottes Dienerin scyn."

*) Nach der Tradizion ein Glas, das den Trankvergiftete.