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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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457
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Die edle Freiheit ist die Frucht,Die er dem Vaterland verlasset:Da der Herzlose durch die FluchtWird ganz verachtet und gehastet.

Also zu leben und zu sterben,

Gilt dem rechtschaffnen Deutschen gleich.Der Tod und Sieg sind schon und reich:Durch beide kann er Heil erwerben.Hingegen fliehen allen DankDie Flüchtigen und der Vcrrather,

Und ihnen folget mit GestankDer Ruf:Verfluchte Uebelthater!"

Wohlan, wohlan! ihr wcrthcn Deutschen,Mit deutscher Faust, mit kühnem Mutb,

Au dampfen der Tyrannen Muth!

Zerbrechet Joch und Band' und Peitschen,

Unüberwindlich rühmen sie

Sich Titel, Thorheit und stolzieren;

Allein ihr Heer mit schlechter MühMag, überwendlich, bald verlieren.

Ha, fallet in sie! ihre FahnenZittern aus Furcht. Sie trennen sich!

Die böse Sach' halt nicht den Stich,

Drum zu der Flucht sie sich schon mahnen.Groß ist ihr Heer, klein ist ihr Glaub',Gut ist ihr Zeug, bös ihr Gewissen.

Frisch auf, sie zittern wie das Laub,

Und waren gern schon ausgeriffen.