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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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455
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Fünftes Buch. 455

Eu'r Herz und Augen laßt mit Eiferflammenbrennen!

Keiner vom andern sich menschlich' Gewalt laß

trennen!

Keiner den andern durch Kleinmuth und Furcht er-schreck' !

Noch durch sein' Flucht im Heer ein' Unordnung

erweck'.

Kann er nicht fechten mehr, er doch mit seinerStimme,

Kann er nicht rufen mehr, mit seiner Augen Grimme!Den Feinden Abbruch thu' mit seinem HcldenmuthNur wünschend, daß er theu'r verkaufen mög' sein

Blut.

Ein jeder sey bedacht, wie er das Lob erwerbeDaß er in männlicher Postur und Stellung sterbe,

An seinem Ort besteh', fest mit den Füßen sein,

Und -beiß' die Zahn' zusamm' und beide Lippen ein.

Daß seine Wunden sich lobwürdig all' befinden 'Davornen auf der Brust und keine nicht dahinten,Daß ihn der Tod auch noch in seinem Tode zier',

Und man ihm im Gesicht noch Ernst und Leben

spür'."

So muß, wer Tpranney gcübriget will leben,

Er seines Lebens sich freiwillig vor begeben.

Wer nur des Tod's begehrt, wer nur frisch geht

dahin,

Der hat den Sieg und dann das Leben zu Gewinn.