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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
Entstehung
Seite
377
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Drittes Buch

A77

Seit du von mir entstehn,

Ist Leben und Vergnügen hin,

Und keine Pflanze will mir blühnUnd ich verwelke schon.

Zn bester Jugend Grün.

Du solltest noch mir Freundin seyn,Nit Lebensfrüchtcn mich crfreunUnd meine Blüthen fliehn.

Du liebst das freie Land,

Zch suche dich durch Thal und HöhnDich zu crathmen, dich zu sehn,Wohin? wohin? gewandt.

Ich tauch' ins kalte MeerUnd trinke Quellen, wo in in BildIn jeder Well' und Woge quillt,

Und dürste lechzender.

Ach, als ich dich genoß,

Ww war mir jeder Morgen neu,

Wie athmet' ich so frisch und freiIn deiner Güte SchooS.

Wo bist du, sel'ge Zeit?

Was fand ich denn auf aller Welt,Das mich um dich entscheidet halt,

O Lebens Fröhlichkeit!

O kamst du wieder mir,

Und schlüge wieder frisch mein Herz,Ich lachte Glücks und Ruhmes ScherzUnd diente, diente dir.