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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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338
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333 VI. Nordwestliche Lieder.

Die Stubenmädchen, wenn ihr Garn sie weben,So singen sie's; 's ist honigsüß, es dahltSo mit der Unschuldliebe, wie man vermaltNoch liebte — Bitt' dich, sing'!

(Der Knabe singt.)

Süßer Tod, süßer Tod, komm,

Komm, senk' mich nieder ins kühle Grab!Brich, o Herz, brich, o Herz fromm,

Stirb fromm der süßen Tycannin ab!Mein, Grustgewand schneeweiß und rein,Legt cs fertig!

Kein Braut'gam hüllte je sich dreinSo fröhlich.

Blumen nicht, keine Blum' süßSollt ihr auf schwarzen Sarg Mir streun!Thranen nicht, kein Lhranlein fließ',

Wo sanft wird ruhn mein Todtenbein!

Ach tausend, tausend Seufzer schwet —Nein — ihr Meinen,

Legt hin mich, wo kein LiebenderKommt weinen.