276 VI. Nordwestliche Lieder
Nun Arthurs-Si; soll seyn mein Bett,
Kein Kissen mehr mir Ruhe seyn!
Sankt Antons-Brunn soll seyn mein Trank,Seit mein Treulieb ist nicht mehr mein!
Martinmeßwind, wann willt du wehn,
Und wchen's Laub ven'n Baumen her?
Und, lieber Tod, wann willt du komm'n?Denn ach! mein Leben ist mir schwer.
'S ist nicht der Frost, der grausam sticht,Noch wehndcn Schnees Unfreundlichkeit/
'S ist nicht die Kalt', die macht mich schreyn,'S ist seine kalte Hurtigkeit.
Ach, als wir kam'» in Glasgostadt,
Wie wurden wir da angeschaut!
Mein Bräutigam gekleid't in Blau,
Und ich in Rosenroth, die Braut.
Hakt' ich gewußt, bevor ich küßt',
Daß Liebe bringet den Gewinn,
Halt' eingeschlossn in Gvldenschrein
Mein Her;, und's fest versiegelt drinn.
O! 0, war nur mein Knablein da,
Und saß auf seiner Amme Knie, '
Und ich war todt, und war hinweg,
Denn was ich war, werd' ich doch nie I