1
224 VI. Nordwestliche Lieder,
Sie sah ihn im glänzenden Stahl,
Der schimmert zum Brande der Sterne-
Sie sah ihn in dunkler Locke,
Die stieg im Hauche des Himmels-
Sie wandte den Schritt in Furcht:
„Erwachte der König Erins der Wellen!
Du bist ihm nicht im Traume des Schlafs,
Du Mädchen Jnisvina des Schwerts."
Noch harter teilte der Schall;
Sie starrtZ ihr sinket der Helm.
Es schallet der Felsen des Stroms,
Nachhallct's im Traume der Nacht;
Kathmor höret's unter dem Baum,
Er sieht das Mädchen der Liebe,
Äuf Lubhars Felsen des Bergs,
Rothes Sternlicht schimmert hindurchDazwischen der Schreitenden fliegendem Haar.
Wer kommt zu KathMor durch die Nacht?
In dunklet Zeit der Träume zu ihm?
Ein Bote vom Krieg im schimmernden Stahl?
Wer bist du Sohn der Nacht?
Stehst da vor mir, ein erscheinender König? —Rufen der Tobten, der Helden der Vorzeit? —Stimme der Wolke des Schauers? —
Die warnend tönt vor Erins Fall.
„Kein Mann, kein Wandrer der Nachtzeitbin ich ,
Nicht Stimme von Wolken der Tiefe,
Aber Warnung bin ich vor Erins FM