Zweites Buch,
Und schon geht der Mohr verzweifelndDa es sich so lange zögert,
Denket; nur von ihr Ein AnblickWird all' meine Flammen kühlen, — "
Und da sieht er sie! Am FensterTritt hervor sie, wie die SonneAufsicht in dem Ungewitter,
Wie der Mond im Dunkel oufgeht.
Leise tritt ihr Zaid naher;
Alla mit dir, schöne Mohrin!
Ist es wahr, was meine Pagen,
Deine Dienerinnen sagen?
Sagen: Du willt mich verlassen,Wollest einem schnöden Mohren,
Der von deines Vaters GüternKaum noch ankam, dich vermahlen?
Ist cs wahr, o schönste Zaida?
Sage mir cs, tausche mich nicht,
Wolle mir cs nicht verhehlen,
Was soAauk ja alle wissen!
Tiefgebeugt erwicdert Zaida:
Ja, mein Guter, es ist Zeit nun,
Daß sich dein' und meine FreundschaftTrenne, weil es alle wissen.
Um und M bin sch' vtrlohren,
Wenn die Sache weiter fortgeht,
Alla weiß, wie es mich schmerzet,
Wie's mich drücket, dich zu lassen.